Sauberkeit ist in der Kurzzeitvermietung keine „nice to have“-Kategorie – sie ist ein harter Umsatztreiber. Der Punkt ist nur: Premium-Reinigung kostet mehr.
Lohnt sich das wirklich?Die ehrliche Antwort: Ja – wenn du sie als Investition in Conversion, Preisniveau und Ausfallrisiko managst (und nicht als „mehr putzen“).
In diesem Beitrag zeige ich dir eine simple, nachvollziehbare Break-even-Logik:
Und du bekommst konkrete Szenarien, ab wann Premium-Reinigung betriebswirtschaftlich Sinn ergibt.
Viele setzen Premium mit „mehr Zeit“ gleich. Für rentable Premium-Reinigung geht es eher um Standardisierung und sichtbare Qualität:
Wichtig: Premium muss konstant sein. Einmal 5-Sterne sauber ist nett – aber das Geld liegt in der Wiederholbarkeit.
Premium-Reinigung rechnet sich, wenn der zusätzliche Deckungsbeitrag die zusätzlichen Reinigungskosten übersteigt.
Break-even, wenn:(Preis-Uplift pro Nacht × gebuchte Nächte) + (zusätzliche gebuchte Nächte × durchschnittlicher Nachtpreis) ≥ (Mehrkosten pro Turnover × Anzahl Turnover)Du hast also drei Stellhebel:
Viele Hosts schauen nur auf (1). Profis schauen auf (1) + (2) + (3).
Damit du ein Gefühl bekommst, hier drei typische Szenarien. Die Zahlen sind Beispiele, du setzt später deine eigenen Werte ein.
Zusätzliche Monatskosten: 8 × 15 € = 120 €
Wie viel mehr pro Nacht musst du verlangen, um 120 € zu decken?
120 € ÷ 21 Nächte = 5,71 € → realistisch gerundet: +6 € pro Nacht
Ergebnis: Wenn Premium-Reinigung dir ermöglicht, den Preis um ~6 € pro Nacht zu erhöhen, bist du break-even – ohne eine einzige zusätzliche Buchung.
Wie viele zusätzliche Nächte brauchst du, um 120 € zu decken?
120 € ÷ 90 € = 1,33 Nächte
Ergebnis: Schon 2 zusätzliche Nächte pro Monat (durch bessere Reviews/Conversion) machen Premium in diesem Beispiel klar profitabel.
Preis-Mehrerlös: 21 × 3 € = 63 €
Zusatznacht: 1 × 90 € = 90 €
Gesamt: 63 € + 90 € = 153 €
Mehrkosten: 120 €
Ergebnis:+33 € Vorteil/Monat – und das ohne Berücksichtigung von weniger Reklamationen/Refunds.
Gäste vergleichen Listings nicht nur über Ausstattung, sondern über Risikogefühl.
Premium-Reinigung wirkt daher oft doppelt:
Und genau das senkt Leerlauf – selbst wenn du den Preis nicht sofort erhöhst.
Premium lohnt sich besonders, wenn mindestens eines davon zutrifft:
Faustregel (sehr praktikabel):
Wenn Premium-Reinigung dir entweder
… dann ist sie betriebswirtschaftlich meistens klar positiv.
Premium wird teuer, wenn es „individuell“ ist. Es wird profitabel, wenn es standardisiert ist:
Bei mehreren Einheiten ist Premium oft nicht „Mehrarbeit“, sondern weniger Chaos.
Premium-Reinigung rechnet sich nicht, weil „Sauberkeit wichtig ist“ – sondern weil sie Preisniveau, Auslastung und Risiko beeinflusst.
Wer sauber dokumentiert, Standards setzt und Deep-Cycles plant, kauft sich weniger Leerlauf und weniger Reklamationen ein.