M.Arslan
3 Minuten Lesezeit
31 Jan
31Jan

Viele Hosts versuchen, den Nachtpreis über „mehr Ausstattung“ zu steigern: bessere Kaffeemaschine, neue Deko, schickeres Licht. Das hilft – aber der stärkste Hebel ist oft unsichtbar: Sauberkeit als Vertrauenssignal.

Denn Gäste kaufen keine Quadratmeter. Sie kaufen ein Gefühl: „Hier ist es professionell geführt.“ Und dieses Gefühl entsteht in den ersten 10 Sekunden – Bad, Küche, Bett, Geruch. Genau dort entscheidet sich, ob ein Gast entspannt ist (und 5 Sterne gibt) oder kritisch wird (und jede Kleinigkeit als Mangel bewertet).Wenn du Sauberkeit systematisch stabilisierst, passiert etwas Entscheidendes:

Bessere Bewertungen → bessere Conversion → du kannst höhere Preise testen, ohne Auslastung zu verlieren.


Warum Review-Score so stark auf den Preis wirkt (praxisnah erklärt)

Ein höherer Review-Score wirkt wie ein Qualitätssiegel. Bei vielen Gästen ist das der Shortcut:

„Ich buche lieber die Wohnung mit 4,9 statt 4,6 – selbst wenn sie 10–20€ mehr kostet.“

Was sich in der Praxis verändert, wenn Sauberkeit stabil ist:

  • weniger Reklamationen und Refund-Diskussionen
  • weniger „Angst-Buchungen“ (Gäste, die sofort kritisch starten)
  • mehr Folgeeffekte: bessere Bewertungen ziehen bessere Gäste an
  • bessere Platzierung/Attraktivität im Vergleich zu ähnlichen Listings (vor allem in umkämpften Lagen)

Wichtig: Das heißt nicht, dass Sauberkeit der einzige Faktor ist. Lage, Fotos, Ausstattung und Saison spielen mit rein. 

Aber: Sauberkeit ist der Faktor, der am häufigsten Bewertungen nach unten zieht – und damit deine Preisspielräume begrenzt.


Der Zusammenhang als Scatterplot (Preis/Nacht vs Score)

Das Diagramm zeigt den typischen Trend: Mit steigenden Review-Scores steigen auch die möglichen Preise. (Die Visualisierung nutzt Beispieldaten, um das Prinzip zu erklären – reale Werte hängen von Lage/Saison/Ausstattung ab.)

➡️ Scatterplot Download:

Preis/Nacht vs Review-Score (PNG)


Der Profit-Mechanismus: Sauberkeit zahlt sich doppelt aus

Sauberkeit ist nicht nur „Kosten“. Sie ist ein Profit-Hebel, weil sie zwei Dinge gleichzeitig verbessert:

1) Weniger negative Ereignisse

  • weniger „nicht sauber“-Meldungen
  • weniger Last-Minute Einsätze
  • weniger Refunds / Rabatte
  • weniger schlechte Reviews (die Monate nachwirken)

2) Mehr Preis- und Buchungsstabilität

Wenn dein Listing „sicher gut“ wirkt, kannst du:

  • Preise in kleinen Stufen erhöhen
  • trotzdem stabil gebucht bleiben
  • mehr Premium-Gäste anziehen (weniger Party-/Problemgruppen)

Was Gäste wirklich checken (und warum das deinen Preis deckelt)

Viele Hosts putzen viel – aber nicht an den Stellen, die Gäste als „Beweis“ nehmen. Gäste bewerten vor allem:

  • Bad: Toilette inkl. Basis, Ablauf/Haare, Spiegel/Glas
  • Küche: Spüle/Sieb, Griffe, Geruch (Müllrand!)
  • Bett: Haare/Fussel, „frisch“ vs „benutzt“-Optik
  • Geruch: Muff/Essensgeruch ist ein sofortiger Sternabzug

Wenn hier etwas nicht passt, ist dein Preis-Test tot – weil deine Bewertungen oder deine Conversion leiden.


So machen wir das bei CleanOfficeNord (damit Hosts remote steuern können)

Wir betreuen viele Airbnb-Einheiten in Hamburg & Umgebung. Der Kern ist nicht „mehr putzen“, sondern Prozesse, die Qualität reproduzierbar machen:

  • Standardisierte QC-Routine (z. B. finaler 3-Minuten-Check: Bad → Küche → Bett → Geruch)
  • Foto-Dokumentation (Vorher/Nachher, Auffälligkeiten, Schäden) – echte Bilder aus echten Projekten
  • Digitale Kommunikation mit Hosts/Agenturen (spart Kontrollfahrten + Diskussionen)
  • auf Wunsch: Co-Host-Kommunikation (Handtuchwechsel, Nachlieferung, Gästeanliegen) mit klarer Service-Logik

Das Ergebnis: weniger Reklamationen, stabilere Bewertungen – und damit die Basis, um Preise zu erhöhen, ohne Auslastung zu verlieren.


Preis erhöhen – aber richtig (3-Stufen-Test statt Bauchgefühl)

Wenn Qualität stabil ist, funktioniert ein einfacher, kontrollierter Ansatz:

  1. Stabilitätscheck (30 Tage):
    Review-Trend gut, Reklamationen niedrig, keine wiederkehrenden Sauberkeitsthemen.
  2. Preis in Stufen testen:
    z. B. +3% → +5% → +7% (jeweils einige Buchungen beobachten)
  3. Bei Problemen nicht sofort Preis senken:
    Erst prüfen: Qualität/QC, Kommunikation (Check-in), Listing-UX, Erwartungsmanagement.

Viele senken den Preis zu schnell – dabei ist oft die Ursache ein kleines QC-Problem (Geruch, Toilette, Bettfinish), das man in 3 Minuten absichern kann.


Download: Preishebel-Checkliste (10-Minuten Audit)

Damit du das sofort in deinen Betrieb übernehmen kannst:Download PDF – Preishebel-Checkliste

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