M.Arslan
3 Minuten Lesezeit
31 Jan
31Jan


Du kannst ein Listing online haben, super Lage, gutes Apartment – und trotzdem kommen kaum Buchungen rein. 

Das ist frustrierend, aber es hat fast immer dieselbe Ursache:

Du hast entweder zu wenig Sichtbarkeit (Traffic) oder du hast zu wenig Conversion (Buchungsrate).

Und die Wahrheit ist: Traffic allein bringt nichts, wenn Vertrauen und „Buchbarkeit“ nicht sitzen. 

In diesem Beitrag bekommst du einen präzisen Operations-Plan, wie du auf Booking.com und Airbnb sichtbar wirst, Klicks in Buchungen verwandelst und Bewertungen schützt – ohne dass du am Ende nur über den Preis verkaufst.


Das Grundprinzip: Sichtbarkeit × Conversion × Vertrauen

Stell dir dein Listing wie einen Funnel vor:

Impressionen (du wirst angezeigt)Views (Leute klicken rein)BuchungenBewertungen

Wenn du viele Views hast, aber kaum Buchungen: Conversion-Problem (Preis/Policies/Fotos/Trust)
Wenn du wenig Views hast: Sichtbarkeitsproblem (Verfügbarkeit/Restriktionen/Ranking-Booster)



Die schnellste Diagnose (10 Minuten): Was sagt deine Conversion?

Mach diesen Mini-Check (für Booking und Airbnb):

  1. Impressionen niedrig? → du wirst zu selten gezeigt (Ranking/Restriktionen/Deals)
  2. Impressionen gut, Views gut, Buchungen niedrig? → du verlierst beim Vergleich (Preis/Policies/Fotos/Trust)
  3. Buchungen okay, aber schlechte Reviews? → Operations-Problem (Reinigung/Final-Check/Kommunikation)

Wichtig: Ohne saubere Ops (Reinigung, Bett-Finish, Bad, Geruch, Wäsche) ist jedes Marketing nur ein „Traffic-Leak“.


Teil 1: Booking.com – So bekommst du mehr Buchungen (ohne dich kaputt zu rabattieren)

Booking ist knallhart vergleichslastig. Gäste scannen 20 Optionen nebeneinander und entscheiden in Sekunden. Die 7 Hebel – in der Reihenfolge, wie sie am meisten bringen:

1) Verfügbarkeit & Restriktionen (der unsichtbare Killer)

Das ist der häufigste Grund für „kaum Buchungen“, weil du dich selbst aus der Suche drückst:

  • Mindestaufenthalt zu hoch
  • zu viele „Closed to Arrival“-Regeln
  • zu enges Vorausbuchungsfenster
  • zu viele geblockte Tage / unklare Check-in Logik

Praxis-Test (14 Tage):

➡️ Mindestaufenthalt testweise auf 1–2 Nächte, weniger Anreise-Beschränkungen, mehr buchbare Lücken.

2) Preis-Paket: Deals gezielt statt Dauer-Rabatt

Statt dauerhaft billig zu sein, nutzt du zeitlich begrenzte Trigger, die Booking sichtbar mag:

  • Mobile Rate
  • Last-Minute Deal
  • ggf. Early Booker (wenn die Saison planbar ist)

Ziel: mehr Buchungen einsammeln, ohne den Basispreis zu zerstören.

3) Storno- & Zahlungsbedingungen: Reibung raus

Viele brechen ab, wenn’s zu „hart“ wirkt.

Test: 2 Wochen flexibler (oder Zahlung später), dann vergleichen:

➡️ Views gleich, Buchungen steigen? Dann war’s Reibung, nicht „das Apartment“.

4) Hero-Foto & Foto-Reihenfolge (entscheiden über Klick + Vertrauen)

Die ersten 3 Bilder sind dein Verkauf. Kein „Wohnungsfoto“-Look – eher „Hotel-Vibe“.

Reihenfolge-Empfehlung:

  1. Schlafzimmer/Bett (hell, ordentlich, „fertig“)
  2. Wohnzimmer/Weitwinkel (Raumgefühl)
  3. Bad (glänzend, sauber, Spiegel/Armaturen)
  4. Küche (aufgeräumt, Spüle/Hahn clean)
  5. Details (Arbeitsplatz, Balkon, Kaffeemaschine etc.)

5) USP in die ersten 2 Zeilen

Booking-Gäste lesen kaum. Du brauchst sofort:Lage + Benefit + Zielgruppe

Beispiel: „Mundsburg – Self Check-in, schnelles WLAN, perfekt für Business & City.“

6) Review-Score ist ein Ranking-Booster (und ein Preishebel)

Auf Booking wird es unter bestimmten Scores deutlich schwerer, den Preis zu halten. Wenn du neu bist: erst Reviews einsammeln, dann Preis stufenweise hoch.

7) Booster (Genius & Co) nur mit Plan

Genius kann funktionieren – aber nur, wenn deine Marge das hergibt. Erst die Basics fixen, dann Booster.


Teil 2: Airbnb – So gewinnst du Sichtbarkeit + Buchungen über Performance

Airbnb bewertet dich stärker nach „Performance“: Antworten, Zuverlässigkeit, wenige Probleme, gute Reviews.

1) Foto-Qualität + Raumgefühl

Airbnb lebt von Emotion – aber Emotion entsteht durch Sauberkeit + Licht + Struktur.

Wenn dein Listing nach „privat“ wirkt, verliert es gegen „professionell“.

2) Preisstrategie in Stufen (statt Bauchgefühl)

Airbnb reagiert gut auf Momentum:

  • Anfang: Preis so setzen, dass Buchungen + Reviews kommen
  • Danach: in Stufen erhöhen (+3% / +5% / +7%) und messen

3) Amenities sauber “verkaufen”

WLAN, Self Check-in, Küche, Arbeitsplatz – nicht nur haben, sondern sichtbar machen: Foto + Text.

4) Antwortzeiten sind Conversion

Schnell antworten ist nicht nur Service, sondern Ranking-Faktor und Buchungspsychologie:

Unsicherheit killt Buchungen.

5) Reklamations-Prevention: Der 3-Minuten-Check

Wenn du Bewertungen schützen willst, brauchst du eine Mini-Routine:Bad → Küche → Bett → GeruchDas ist genau die Reihenfolge, in der Gäste „Fehler finden“.


Preis & Kalender: So testest du ohne Chaos (und ohne “billige Gäste” anzuziehen)

Preis ist wichtig – aber nicht nur „billig vs teuer“. Es geht um Value + Buchbarkeit.

Der beste Test-Ansatz

  • Nur 1–2 Variablen pro Woche ändern
    (z. B. nur Preis ODER nur Storno ODER nur Foto-Reihenfolge)
  • Deals als Trigger nutzen, statt den Grundpreis dauerhaft zu senken
  • Gap-Filling: 1-Nacht-Lücken aktiv verkaufen (sonst Leerlauf)
Merksatz: Viele Views, keine Buchungen = Preis/Policy/Fotos.
Wenig Views = Restriktionen/Verfügbarkeit/Boost fehlt.

Reviews retten: Die 4 größten „Sauberkeit-Killer“ (die Gäste sofort sehen)

Hier entstehen die meisten 3–4 Sterne – und fast niemand merkt es, weil es „klein“ wirkt:

  1. Bad: Toilette-Basis, Spiegel, Ablauf/Fugen
  2. Bett: Haare/Fussel, schlampiges Finish
  3. Küche: Spüle/Sieb, Griffe, Fettfilm
  4. Geruch: Muff/Essensgeruch/Müll

Wenn du diese vier Punkte stabil im Griff hast, ist das der schnellste Weg zu besseren Bewertungen.


30-Tage-Plan: So setzt du das sauber um (ohne dich zu verzetteln)

Woche 1 – Setup: Fotos, Titel/USP, Policies testen, Kalender “buchbar” machen

Woche 2 – Conversion: Preis/Deals, Nachfragen-Skripte, Final-Check Routine

Woche 3 – Ranking: Booster gezielt, Gap-Filling, Mindestaufenthalt optimieren

Woche 4 – Skalierung: KPI-Dashboard, A/B Log, Inventory/Wäsche, SLA für Agenturen


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