Ein Gästewechsel ist mehr als „sauber machen“. In den Augen der Gäste ist der Turnover ein Qualitätsbeweis: Wie professionell wird diese Unterkunft wirklich geführt?
Und genau hier entstehen die meisten Reklamationen – nicht weil „alles dreckig“ ist, sondern weil kleine, gut sichtbare Details Vertrauen zerstören.
Wenn du als Host (oder Agentur/Co-Host) planbar wachsen willst, brauchst du einen Ablauf, der jedes Mal gleich funktioniert: Definition of Done + Qualitätskontrolle + klare Prioritäten.
Hier sind die 15 Punkte, die in der Praxis Bewertungen retten – weil Gäste sie sofort wahrnehmen.
Gäste kommen mit Taschen rein, greifen sofort an Griffe, drücken Lichtschalter, schauen auf den Boden im Flur. Fingerabdrücke oder Krümel sind ein „Alarmzeichen“.
Nichts triggert Beschwerden schneller als „muffig“ oder „Reinigungsmittel-Parfum“. Ziel ist neutral-frisch, nicht „überduftet“. Kurz stoßlüften, Geruchsquellen prüfen (Müll, Abfluss, Textilien).
Spiegel und Duschglas sind visuelle Beweise. Gäste checken oft unbewusst bei eingeschaltetem Licht. Schlieren wirken wie Nachlässigkeit.
Viele reinigen nur oben. Gäste schauen seitlich/unten. Die Zone rund um die Basis ist einer der häufigsten Reklamationspunkte überhaupt.
Haare im Ablauf oder dunkle Stellen in Fugen sind „Hygiene-Trigger“. Der Ablauf-Check muss ein Pflichtpunkt sein.
Wasserflecken und Kalkpunkte wirken „nicht fertig“. Kurz trocken wischen + Check aus 1–2 Metern Abstand.
Flecken auf Handtüchern wirken schlimmer als sie sind. Hier lohnt sich eine klare Textilstrategie: Ersatzsets, konsequenter Austausch, saubere Faltung.
Spüle und Hahn sind sofort im Blick. Essensreste im Sieb oder Spritzer am Hahn wirken wie „nicht kontrolliert“.
Griffe sind High-Touch-Flächen. Wenn sie klebrig sind, ist die Bewertung fast verloren – selbst wenn der Rest sauber ist.
Gäste riechen manchmal sogar am Glas. Spülmaschinenfilm oder „feuchte Schrankgerüche“ sind klassische Beschwerde-Auslöser.
Das Bett ist emotional. Wenn es perfekt wirkt, steigt sofort das Vertrauen. Ein einzelnes Haar kann die ganze Wahrnehmung kippen.
Gäste legen Handy, Schlüssel, Brille ab. Genau diese Flächen müssen nicht nur sauber sein, sondern auch „klar“ wirken: keine Krümel, kein Staubrand.
Nicht nur wischen – besonders im Flur, Bad und vor der Balkontür. Staub an Leisten und in Ecken fällt barfuß sofort auf.
Gerade bei Tageslicht sieht man alles. Ein schneller Blickwinkel-Check spart Reklamationen.
Das ist der Profi-Unterschied: Ein Abschluss-Check nach fester Reihenfolge (Bad → Küche → Bett → Böden → Eingang) plus 3–5 Fotos. So findet man Fehler, bevor der Gast sie findet.
Damit das Team nicht „immer mehr“ macht, hilft eine Priorisierung:
So wird Qualität skalierbar – auch bei vielen Einheiten.
Wenn du nur eine Sache mitnimmst, dann diese Reihenfolge:
Das dauert meist weniger als 5 Minuten, spart aber den Großteil der Reklamationen.
