M.Arslan
4 Minuten Lesezeit
04 Feb
04Feb

Wenn du in Hamburg mehrere Airbnb-/Serviced-Apartment-Einheiten betreibst (oder als Agentur managst), entscheidet die Check-in-/Check-out-Logik oft mehr über deinen Profit als dein Nachtpreis.

Warum? 

Weil Leerlauf zwischen Check-out und Check-in direkt Kapazität frisst: Cleaner stehen, Schlüssel “wandern”, Gäste warten – und am Ende entstehen Stress-Turnovers (die fast immer Reklamationen triggern).

In diesem Guide zeige ich dir ein praxiserprobtes Ops-Setup, wie du Zeitfenster in Hamburg sauber planst, Laufwege reduzierst und deine Cleaner so einsetzt, dass du mehr Turnovers pro Tag schaffst – ohne Qualitätsverlust.


Warum Check-in Zeiten Leerlauf erzeugen (und wo er wirklich entsteht)

Der typische Hamburg-Engpass:

  • Check-out 10:00–11:00
  • Check-in ab 15:00–16:00
  • Reinigung braucht 1,5–4,0 Stunden (je nach Größe/Setup)
  • Dazwischen passiert: Schlüsselabholung, Anfahrt, Parkplatzsuche, Hauszugang, Wäsche-Handling, Material, kurze Rückfragen der Gäste.

Leerlauf entsteht nicht nur durch “zu frühe” Cleaner, sondern durch:

  1. Unklare Zeitfenster (Gast checkt später aus, Cleaner wartet)
  2. Schlüssel- & Zugangsdurcheinander (Safe-Codes, Haustür, Klingel, Altbau)
  3. Wäschelogistik (fehlende Sets → Nachlieferung)
  4. Distrikt-Sprünge (Altona → Wandsbek am selben Vormittag = tot)
  5. Keine “Cut-off”-Regeln (Same-Day wird angenommen, obwohl es nicht sauber machbar ist)

Zielbild: Das “Hamburg Turnover Window”, das wirklich funktioniert

Goldstandard (für stabile 5★-Turnovers):

  • Check-out: bis 10:00 (oder 11:00 mit klarer Policy)
  • Cleaning Start: 10:30–11:30 (gestaffelt nach District)
  • Check-in: ab 16:00 (oder 15:00 bei kleinen Units + vorbereitetem Linen)

Wichtig: In Hamburg sind 20–40 Min. Puffer realistisch – wegen Verkehr, Parken, Hauszugang, Altbau-Treppen, Fahrstuhl-Themen.


Schritt 1: Setze harte Regeln (SLA statt Bauchgefühl)

Wenn du Cleaner effizient planen willst, brauchst du Regeln, die jeden Tag gleich sind:

1) Check-out / Check-in Policies

  • Late Check-out nur bis 11:00 (und nur, wenn kein Same-Day)
  • Early Check-in nur ab 15:00 (wenn Clean bestätigt)
  • Gepäck abstellen als “Goodwill-Option” – aber kein Schlüssel vor Clean-Freigabe

2) Same-Day Cut-off

Lege eine klare Grenze fest, ab wann Same-Day nicht angeboten wird, z. B.:

  • Anfrage nach 18:00 am Vortag = nur, wenn Cleaner bereits geplant + Linen vorhanden
  • Bei Units > 55 m² oder > 1 Bad = Same-Day nur mit Premium-Slot (2er Team / Express)

3) Time Budget pro Einheit (Standardisierung)

Erstelle “Zeitklassen”, z. B.:

  • S (Studio/1Z): 90–120 Min
  • M (2Z/1 Bad): 150–210 Min
  • L (3Z/2 Bad): 240–300 Min

Damit planst du Slots wie in einer Werkstatt – statt “wir schauen mal”.


Schritt 2: Plane nach Stadtteilen (nicht nach Kalender)

In Hamburg ist die District-Bündelung ein echter Gamechanger.

So sieht eine effiziente Tagesplanung aus

Falsch (Zeitkiller):

Altona (10:30) → Wandsbek (12:30) → Eppendorf (15:00)Richtig (Cluster):

  • Team A: Altona / Ottensen / St. Pauli / Sternschanze
  • Team B: Eimsbüttel / Eppendorf / Winterhude
  • Team C: Barmbek / Wandsbek / Hamm / Horn
  • Team D (optional): HafenCity / Innenstadt / Harburg (je nach Portfolio)

Ergebnis: weniger Fahrzeit, weniger “zu spät”, weniger Stress-Cleanings.


Schritt 3: Baue einen 2-Stufen-Prozess: Clean → QC → Freigabe

Die beste Check-in Zeit bringt nichts, wenn die Freigabe unsauber ist.

Standard-Ablauf:

  1. Clean abgeschlossen (Team meldet “ready for QC”)
  2. QC-Check (5–10 Min): Bad, Küche, Bett, Geruch, Boden/Spiegel
  3. Freigabe an Gast (erst dann Code/Info rausgeben)

Das schützt dich vor dem Klassiker: “Gast war früher drin” → “Toaster Krümel, Abfluss Haare, Armatur fleckig” → 4 Sterne.


Praxisbeispiel: Leerlauf um 40% senken (ohne schneller zu putzen)

Ausgangslage:

  • Check-out: 11:00
  • Check-in: 15:00
  • 6 Turnovers pro Tag in gemischten Stadtteilen
  • Problem: Cleaner warten, fahren quer durch Hamburg, Gäste fragen ständig “früher rein?”

Optimierung:

  • Check-out hart auf 10:00 (Late nur gegen Gebühr/Verfügbarkeit)
  • Check-in standardisiert auf 16:00 (15:00 nur bei S-Units)
  • District-Clustering (2 Teams)
  • QC-Freigabe + automatische Nachricht an Gast

Effekt:

  • weniger “Standzeiten”
  • weniger Express-Stress
  • sauberere Übergaben → weniger Reklamationen



EinheitStadtteilGrößeCheck-outClean StartClean EndQCCheck-in

A12AltonaS10:0010:3012:0012:0516:00

B07EimsbüttelM10:0011:0014:0014:1016:00

C03WandsbekM10:0010:4513:3013:4016:00



Nachrichten-Vorlagen (reduzieren 80% der “Früher rein?”-Chats)

1) Standard (nach Buchung):

„Check-in ab 16:00 Uhr. Falls wir früher fertig sind, melden wir uns automatisch – bitte plane aber mit 16:00, damit die Wohnung wirklich perfekt ist.“

2) Am Turnover-Tag (vormittags):

„Guten Morgen! Unser Team ist für heute eingeplant. Wir geben dir ein Update, sobald die Wohnung freigegeben ist.“

3) Freigabe:

„Alles bereit ✅ Hier sind deine Check-in Infos + Code. Viel Spaß in Hamburg!“


Häufige Fehler (die in Hamburg richtig Geld kosten)

  • Check-in zu früh versprochen (ohne QC)
  • Keine District-Logik (Fahrzeit killt Slots)
  • Wäsche nicht als eigener Prozess (führt zu Nachlieferungen)
  • Kein Cut-off für Same-Day (Stress-Reinigung = Bewertungsrisiko)

CTA: Wenn du in Hamburg skalieren willst

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