03 Nov
Zwei Bäder, ein Apartment: So bleibt beim Gästewechsel kein Raum ungeprüft

Originalaufnahme aus unserem Bilderarchiv: ein Badezimmer mit Glasdusche und Badewanne. Das folgende Beispiel mit mehreren Sanitärbereichen ist hypothetisch.

„Bad fertig“ kann zu wenig Information sein

Ein Apartment besitzt ein Duschbad am Flur, ein Badezimmer neben dem Schlafzimmer und ein separates Gäste-WC. Im Reinigungsbericht steht anschließend nur „Bad erledigt“.

Welche Räume wurden bearbeitet? Bezieht sich das Foto auf das Flurbad oder das Bad am Schlafzimmer? Und wurde die Handtuchausstattung auf beide Räume verteilt?

Bei mehreren Sanitärbereichen sollte die Dokumentation die tatsächliche Raumaufteilung abbilden. Entscheidend ist nicht die Länge der Checkliste, sondern die eindeutige Zuordnung jeder Aufgabe.

1. Alle Sanitärbereiche vor dem ersten Einsatz erfassen

Beginnen Sie mit einer vollständigen Raumliste. Dazu gehören auch kleine Gäste-WCs und Bäder, die ausschließlich über ein Schlafzimmer erreichbar sind.

Verwenden Sie Bezeichnungen, die sich vor Ort nachvollziehen lassen:

  • Duschbad am Eingangsflur;
  • Badezimmer am Schlafzimmer zum Hof;
  • Gäste-WC neben der Küche.

„Bad 1“ und „Bad 2“ funktionieren ebenfalls, wenn die Zuordnung eindeutig hinterlegt ist. Wechseln Sie anschließend nicht zwischen verschiedenen Namen für denselben Raum.

Ein ausdrücklich vom Auftrag ausgeschlossener Bereich sollte als solcher erkennbar sein. Eine geschlossene Tür allein erklärt keinen Ausschluss.

2. Den tatsächlichen Umfang je Raum festhalten

Nicht jedes Badezimmer benötigt dieselben Prüfpunkte. Eine kopierte Standardliste kann Ausstattung enthalten, die es vor Ort nicht gibt, und gleichzeitig Besonderheiten übersehen.

Eine einfache Übersicht schafft eine gemeinsame Grundlage:

Raum – hypothetisches BeispielVorhandene AusstattungGesondert abzustimmen
Duschbad am FlurDusche, WC, Waschbecken, SpiegelVorgesehene Badtextilien und deren Ablage
Bad am SchlafzimmerBadewanne, WC, Waschbecken, SpiegelZugang über das Schlafzimmer
Gäste-WCWC, kleines Waschbecken, SpiegelVereinbarte Handtuch- und Verbrauchsmaterialausstattung

Die Tabelle ist keine allgemeine Ausstattungsvorgabe. Sie zeigt, welche Informationen für die jeweilige Einheit festgelegt werden sollten.

3. Wäsche nach Ablageorten planen

Eine ausreichende Gesamtmenge an Handtüchern bedeutet noch nicht, dass sie richtig verteilt wurde.

Definieren Sie, welche Textilien für die bestätigte Belegung vorgesehen sind und wo sie liegen sollen. Je nach Objekt kann das eine zentrale Ablage oder eine Verteilung auf mehrere Badezimmer sein. Wichtig ist, dass das Team die vereinbarte Lösung kennt.

Beim Abschluss prüfen Sie deshalb zwei Fragen getrennt:

  1. Ist die benötigte Gesamtmenge vorhanden?
  2. Entspricht ihre Verteilung der Objektvorgabe?

So bleibt beispielsweise ein Gäste-WC nicht versehentlich ohne das dafür vorgesehene Handtuch, obwohl im Hauptbad genügend Textilien liegen.

4. Die Abschlusskontrolle raumweise durchführen

Wählen Sie eine nachvollziehbare Reihenfolge, die zur Wohnung passt. Arbeiten Sie jeden Sanitärbereich vollständig durch, bevor der nächste folgt.

Zur vereinbarten Sichtkontrolle können gehören:

  • zugängliche Sanitärflächen und Armaturen;
  • Spiegel und Ablagen;
  • sichtbare Haare oder Rückstände;
  • Boden, Ecken und Bereich hinter der geöffneten Tür;
  • vereinbarte Textilien und Verbrauchsmaterialien.

Die Kontrolle muss sich auf den tatsächlich zugänglichen Bereich beziehen. Eine allgemeine Reinigungsprüfung ersetzt keine technische Untersuchung von Installationen oder Geräten.

Wird eine Auffälligkeit festgestellt, gehört sie zum konkreten Raum. „Waschbecken im Gäste-WC: sichtbare Rückstände am Rand“ ist für die Nacharbeit eindeutiger als „Bad nachreinigen“.

5. Fotos und Nacharbeit demselben Raum zuordnen

Wenn Fotos vereinbart sind, sollte ihre Raumzuordnung auch später verständlich bleiben. Zwei ähnlich geflieste Badezimmer lassen sich auf einer Nahaufnahme möglicherweise nicht unterscheiden.

Nutzen Sie deshalb eindeutige Beschriftungen oder einen erkennbaren räumlichen Zusammenhang. Ein Foto aus dem Flurbad darf nicht als Nachweis für beide Badezimmer gelten.

Auch die Nachkontrolle bleibt raumbezogen: Wird im Gäste-WC nachgearbeitet, muss die Rückmeldung dieses Gäste-WC betreffen. Ein zusätzliches Bild des bereits fertigen Hauptbads beantwortet die offene Frage nicht.

Hypothetisches Beispiel: Der Nebenraum fehlt im Ablauf

Eine Vertretung reinigt das große Duschbad und dokumentiert das Ergebnis. Das zusätzliche Bad hinter einer Schlafzimmertür wird zunächst übersehen.

Beim Abgleich mit der Raumliste fällt auf, dass für diesen Bereich keine Kontrolle dokumentiert ist. Die zuständige Person klärt den Bearbeitungsstand, veranlasst die fehlenden Schritte und hält das tatsächliche Ergebnis fest.

Der entscheidende Kontrollpunkt ist hier die Vollständigkeit der Räume. Noch mehr Fotos aus dem bereits geprüften Bad hätten die Lücke nicht geschlossen.

Checkliste für Apartments mit mehreren Bädern

  • Sind alle Bäder und Gäste-WCs aufgeführt?
  • Sind ihre Bezeichnungen vor Ort eindeutig?
  • Entsprechen die Aufgaben der vorhandenen Ausstattung?
  • Ist die Wäscheverteilung festgelegt?
  • Wurde jeder vereinbarte Bereich persönlich kontrolliert?
  • Sind Auffälligkeiten und Fotos dem richtigen Raum zugeordnet?
  • Ist eine erforderliche Nacharbeit im betroffenen Raum überprüft?

Den Kontrollumfang passend zum Apartment abstimmen

Für die Airbnb-Reinigung in Hamburg verbindet CleanOfficeNord die Reinigung gewerblicher Apartments mit persönlicher Inspector-Kontrolle nach jeder Reinigung und abgestimmter Wäscheversorgung. Die Dokumentation & Qualitätskontrolle beschreibt, wie Checklisten, Fotos und festgehaltene Auffälligkeiten den Ablauf unterstützen.

Beschreiben Sie bei Ihrer Anfrage zur Apartmentbetreuung auch die Anzahl und Lage der Sanitärbereiche. Kontakt: cleanofficenord@gmx.de.

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