02 Nov

Das Bad ist gereinigt, die Betten sind vorbereitet und die Küche ist aufgeräumt. Trotzdem liegt hinter der Badezimmertür noch ein Reinigungstuch. Auf der Fensterbank steht eine Arbeitsflasche, während der Staubsaugeraufsatz unter einem Beistelltisch zurückgeblieben ist.


Für gewerbliche Gastgeber stellt sich damit eine eigene Abschlussfrage: Ist nicht nur die Reinigung beendet, sondern auch der Arbeitsplatz vollständig zurückgebaut?


Dafür hilft ein kurzer, fest vereinbarter Materialabgleich. Er betrachtet die Dinge, die das Team während der Arbeit ins Apartment gebracht oder aus dem betrieblichen Lager genommen hat.

Zuerst festlegen: Was bleibt für Gäste, was gehört zum Team?

Nicht jeder Gegenstand zum Putzen muss das Apartment verlassen. Ein bereitgestellter Handfeger kann zur Gästeausstattung gehören. Der Staubsauger des Reinigungsteams dagegen möglicherweise nicht.


Lege für dein Apartment drei Gruppen fest:

GruppeVorgesehener Abschluss
Mitgebrachtes ArbeitsmaterialWieder in die zugehörige Ausrüstung zurücknehmen
Betriebsmaterial des ApartmentsAn den vereinbarten betrieblichen Lagerplatz zurückstellen
Bereitgestellte GästeausstattungVollständig am vorgesehenen Gästeplatz hinterlassen

Diese Unterscheidung hilft, zwei gegensätzliche Fehler zu vermeiden: Arbeitsmaterial bleibt im Gästebereich stehen, oder das Team nimmt versehentlich Ausstattung mit, die Gästen zur Verfügung stehen soll.


Eine kurze Objektliste mit eindeutigen Bezeichnungen reicht als Grundlage. „Staubsauger im Flurschrank gehört zum Apartment“ ist verständlicher als „Putzzeug bleibt hier“.

Während der Arbeit einen festen Ablageplatz nutzen

Wenn Tücher, Aufsätze und Flaschen in mehreren Räumen verteilt werden, muss beim Abschluss an jeden Zwischenablageort gedacht werden.


Vereinbare deshalb einen geeigneten Platz für die Arbeitsausrüstung. Er sollte die Arbeit unterstützen und keine bereits vorbereitete Gästefläche belegen. Die Trennung benutzter und unbenutzter Materialien bleibt dabei erhalten.


Bei mehreren Mitarbeitenden sollte außerdem klar sein, wer gemeinsam genutzte Geräte zurücknimmt. Sonst verlassen sich zwei Personen möglicherweise aufeinander.

Erst Material zurücknehmen, dann den Endzustand ansehen

Die Materialrücknahme gehört vor den abschließenden Rundgang. So lässt sich anschließend prüfen, ob durch das Einpacken oder den Transport neue Spuren entstanden sind.


Achte besonders auf tatsächliche Zwischenablagen:

  • Hinter Türen und neben geöffneten Schränken.
  • Fensterbänke und niedrige Regale.
  • Ablagen im Bad und neben der Spüle.
  • Steckdosenbereiche, an denen Geräte benutzt wurden.
  • Stellplätze von Taschen und Transportbehältern.

Es geht dabei um zugängliche Arbeitsbereiche. Private oder ausgeschlossene Schränke werden nicht allein für die Materialsuche geöffnet.

Ein fehlendes Teil konkret melden

Fehlt ein Aufsatz oder eine Flasche, beschreibe zunächst die Beobachtung. Daraus folgt noch nicht, dass jemand etwas entwendet hat.


Eine hilfreiche Meldung nennt:

  • Den eindeutig bezeichneten Gegenstand.
  • Das betroffene Apartment und den Einsatz.
  • Den letzten bekannten Einsatzort.
  • Bereits geprüfte Ablageplätze.
  • Die Person, die die weitere Klärung übernimmt.

Ist das Team bereits abgereist, wird ein erneuter Zugang abgestimmt. Ein fehlendes Arbeitsmittel ist kein Anlass für eine unangekündigte Rückkehr in ein inzwischen belegtes Apartment.

Hypothetisches Beispiel: Der Handfeger gehört zur Unterkunft

In einem fiktiven Apartment liegen ein Handfeger für Gäste und eine schmale Bürste des Reinigungsteams nebeneinander. Beim Zusammenpacken werden beide eingesteckt.


Der Materialabgleich zeigt: Die schmale Bürste gehört zur Ausrüstung, der Handfeger laut Objektliste zur Gästeausstattung. Er wird zurückgelegt. Danach kontrolliert die zuständige Person den vorgesehenen Gästeplatz.


Das Beispiel ist frei konstruiert und beschreibt keinen tatsächlichen Kundenauftrag.

Checkliste für die Materialrücknahme

  • Gästeausstattung und Arbeitsmaterial sind unterscheidbar.
  • Mitgebrachte Geräte und Zubehörteile sind wieder zugeordnet.
  • Betriebsmaterial steht am vereinbarten Lagerplatz.
  • Benutzte Materialien wurden im vorgesehenen Ablauf aufgenommen.
  • Zwischenablageplätze wurden kontrolliert.
  • Fehlende oder unklare Teile sind konkret gemeldet.
  • Nach dem Abtransport wurden betroffene Flächen erneut angesehen.

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Bei CleanOfficeNord wird jede Reinigung durch eine persönliche Inspector-Kontrolle ergänzt. Checklisten, Fotodokumentation und Schadensmeldungen werden in einer intern genutzten App erfasst. Wie diese Bausteine zusammenwirken, erläutert unser Bereich Dokumentation und Qualitätskontrolle.


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